Stadt Freystadt
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Die aufgenommenen Prozessdaten werden zur zentralen Schaltwarte im Betriebsgebäude weitergeleitet. Dort werden die Daten von der EDV-Anlage erfasst und aufbereitet. Von hier aus kann der gesamte Kläranlagenbetrieb überwacht und gesteuert werden.
Im Einlaufhebewerk wird das ankommende Abwasser mittels Kreiselpumpen auf das Kläranlagenniveau in den Kläranlagenzulauf gehoben. Die Steuerung der Pumpen erfolgt über die Zulaufmessstation.
In der Rechenanlage werden durch einen selbständig arbeitenden Feinrechen die sperrigen Schwimmstoffe (Holz- und Kunststoffteile, Hygieneartikel und ähnliches) zurückgehalten, in einer Rechengutwäsche gewaschen, mittels einer Schneckenpresse entwässert und in einen Container abgeworfen. Das Rechengut wird zur Müllverbrennungsanlage verbracht. Im Sandfang wird durch eine Verringerung der Fließgeschwindigkeit das Absetzen von Sand und anderen mineralischen Stoffen erreicht. Der abgesetzte Sand wird durch eine Sandpumpe in eine Sandwaschanlage gefördert, dort gewaschen, entwässert und in einen Container abgeworfen.
Im Vorklärbecken setzen sich die ungelösten Stoffe am Beckenboden als Schlamm ab. Durch einen Räumer wird der Schlamm in den Schlammtrichter geschoben, dort eingedickt und automatisch über Schieber in den Rohschlammpumpenschacht abgezogen. Das mechanisch gereinigte Abwasser wird anschließend in den biologischen Teil weitergeleitet.
Unter anschließenden anoxischen Verhältnissen wird durch die so genannte „Nitratatmung“ der Bakterien der im Nitrat gebundene Sauerstoff reduziert. Dabei entweicht Stickstoff als Gas in die Atmosphäre, die zu 78 % aus Stickstoff besteht.
Hier wird der Kohlenstoff abgebaut sowie der Stickstoff in Form von Ammonium über Nitrit zu Nitrat umgewandelt.
Im Nachklärbecken trennt sich der Belebtschlamm durch Absinken auf den Beckenboden vom gereinigten Abwasser. Der abgesetzte Belebtschlamm wird zum Großteil als Rücklaufschlamm mittels Pumpen wieder in das Belebungsbecken zurückgefördert, um den laufenden Abbauprozess in Gang zu halten.
Durch die Zugabe von Metallsalzen bilden sich mit den gelösten Phosphorverbindungen Flocken, die mit dem Schlamm im Nachklärbecken abgeschieden werden. Somit kann das Phosphat im Überschlammbecken aus dem Kreislauf entfernt werden.
Zur Auswaschung der organischen Inhaltsstoffe in der mechanischen Reinigungsstufe und der Beckenreinigung steht eine eigene Betriebswasserversorgung aus dem Nachklärbecken zur Verfügung.
Das Labor dient zu Eigenüberwachung der Kläranlage. Hier werden die Ablaufwerte mit analytischer Messmethode im gereinigten Abwasser überprüft und festgehalten. Mit Photometer und Küvetten können verschiedene Parameter ermittelt werden.
Der durch die kontinuierliche Nahrungszufuhr bedingte Zuwachs an belebten Schlamm wird als Überschussschlamm dem System entzogen und zur Eindickung dem statischen Überschussschlammdicker zugeführt.
Erfahren Sie mehr über die Funktion der Kläranlage Freystadt.
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